Legehennenbetrieb, Schweden

172,0 ha. SEK 125.000.000,-   Zu verkaufen   Geflügel

Eldsberga, Hallands, Schweden


Objekt Nr. 3115

Betrieb mit 200.000 Legehennen in neuen Stallungen (BJ 2008 – 2016).

Gebäude:

- 5 Ställe, davon 4 mit Freilaufsystem mit Big-Dutchman-System und ein Stall mit Voliere. Alle Ställe sind mit 2 Kraftfuttersilos á 32 t und einem Silo für Kalk mit 7,5 t ausgestattet.

- Stall 1: BJ 2008 mit 3071 m² und Platz für 37.000 Legehennen

- Stall 2: BJ 2014 mit 2617 m² und Platz für 38.000 Legehennen

- Stall 3: BJ 2016 mit 2500 m² und Platz für 35.000 Legehennen

- Stall 4: BJ 2012 mit 2150 m² und Platz für 35.000 Legehennen

- Stall 5: BJ 2015 mit 2500 m² und Platz für 45.000 Legehennen

- Verpackungsstation: 350 m², 180 m² Kühlung, Personalraum, 2 Büros, 2 Schlafräume, 2 Umkleideräume, Küche, Dusche und WC. Die Eier können sowohl in Eierpappen als auch Plastikverpackung verpackt werden. Der Roboter packt die Eier auf Paletten. Die Eier werden in der automatisierten Eierpackstation gepackt (Mopack 100 und Mopack 40).

- Maschinenhalle BJ 2015 mit 864 m² und Waschplatz, Abfuhr in den Güllesilo. Dieseltank unterirdisch mit 6 m³.

- Mistplatte BJ 2016 mit 1360 m², überdachter Güllesilo mit 2000 m³

- 4 Getreidesilos mit je 600 t, Getreidetrocknung

- Werkstatt, Kartoffellager mit 888 m²

- Weitere ältere Gebäude, welche als Kartoffellager und Werkstatt genutzt werden, derzeit jedoch teilweise verpachtet sind.

- Alter Pferdestall mit 136 m², Ankleideraum, WC. Oben ist eine kleine Wohnung mit 70 m², welche für 4500 SEK/Monat vermietet ist

Wohnhaus:

BJ 1978 mit ca. 264 m² Wohnraum. Einteilung: Eingangsbereich mit WC, Küche (BJ 2004), Büro, Wohnzimmer. Oben: 3 Schlafzimmer, TV-Raum, Badezimmer (2009 renoviert). Das Haus ist derzeit für 8000 SEK/Monat vermietet.

Tiere:

Ca. 200.000 Legehennen. Die Tiere werden mit Kraftfutter aus dem eigenen Getreideanbau gefüttert (ca. 2400 t).

Flächen:

Ca. 170 ha

Sonstiges:

Die Gülle aus den Freilaufställen geht in einen überdachten Güllebehälter. Der Festmist wird an Hushållningssällskapet für SEK 130-160/t verkauft.

Notstromaggregat, eigener Wasserbrummen. Der Betrieb ist an der Kanalisation angeschlossen.

Windmühle von 2 MW: Sie Teil eines Windmühlenparks bestehend aus 6 Windmühlen. Die durchschnittliche Jahresleistung beträgt 34.542 MWh/Jahr bzw. 5.757 MWh / Jahr / Windmühle. Sie ist seit 2012 in Betrieb und liegt östlich von Eldsberga. Der Anteil am Park beträgt 1/12.

Betrieb mit ca. 200.000 Legehennen in neuen Stallungen (BJ 2008 – 2016).

  • id
    946
  • Preis
    SEK 125.000.000,- SEK > EUR
  • Größe
    172,0 ha.
  • Art
    Geflügel
  • Land
    Schweden
  • Region
    Hallands
  • Ort
    Eldsberga
Claudia Gloudemans

Information Schweden

Das Königreich Schweden (Konungariket Sverige) ist eine konstitutionelle Monarchie. Schweden ist mit seiner Landesfläche von fast 450.000 km² ein sehr großes Land innerhalb Europas. Schweden hat circa 10 Millionen Einwohner. Das bedeutet im Schnitt nur 22 Einwohner pro km². 31% der Landesfläche in Schweden sind Ödland, einschließlich der mehr als 96.000 Seen. 58% der Bodenfläche sind mit Wäldern bedeckt und 11% sind Kulturboden. Schweden ist in drei große Landschaften aufgeteilt: Norrland im Norden, Svealand in der Mitte und Götaland im Süden. Norrland ist gebirgig, mit endlosen Wäldern und vielen Flüssen und Seen. Norrland bedeckt fast zwei Drittel der Landesfläche Schwedens. Svealand in der Mitte des Landes weist eine etwas offenere und freundlichere Landschaft auf. Götaland im Süden wird durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, mit u.a. blühenden Ackerbaugebieten und Buchenwäldern in der südlichsten Provinz Skåne, geprägt. Die Westküste ist flach mit hier und dort langen Sandstränden. Charakteristisch ist auch eine Schärenküste mit vielen kleinen Inseln und Buchten. Außerdem liegen hier die großen Seen Vänern und Vättern. Vänern ist der drittgrößte See Europas.

Schweden hat sich in den letzten hundert Jahren von einem verhältnismäßig armen agrarischen Land zu einer modernen industrialisierten Gesellschaft entwickelt. Schweden ist mittlerweile einer der wohlhabendsten Staaten der Welt, mit hohen Einkommen und guter sozialer Sicherheit. 1842 wurde in Schweden die Schulpflicht eingeführt. Der Grundschulunterricht dauert zehn Jahre, vom 6. bis zum 16. Lebensjahr. 1962 wurde die zehnjährige Grundschule endgültig eingeführt. Fast alle Schulen werden von den lokalen Behörden geleitet, obwohl es auch Privatschulen gibt. Bemerkenswert ist, dass Schüler erst ab der achten Klasse Zeugnisse bekommen. Ferner wird im dritten oder vierten Jahr schon mit dem Englischunterricht angefangen. Nach der Grundschule besuchen fast alle Schweden eine der verschiedenen weiterführenden Schulen. Ein Teil bereitet sich dann auf ein Universitätsstudium vor, ein anderer Teil kombiniert Theorie und Praxis, um einen Beruf zu erlernen. Die Dauer einer Ausbildung an einer Universität oder Hochschule beträgt ungefähr vier Jahre. Alle Formen des öffentlichen Unterrichts, auch an den Hochschulen, sind kostenlos. Derzeit gehören ungefähr 90% der Bevölkerung der evangelisch-lutherischen Kirche, der Staatskirche, an. Viele besuchen die Kirche nur, weil es Tradition ist, beispielsweise zu Weihnachten, Ostern, für eine Taufe, Konfirmation oder eine Hochzeit. Die Kirche braucht trotz des geringen Kirchenbesuchs nicht um ihr Fortbestehen zu bangen. Kirchenbeiträge werden nämlich über die Steuern eingezogen. Zudem ist die Kirche die größte Grundbesitzerin des Landes. Die Kirche besitzt vor allem Wälder für die Holzproduktion. Neben der religiösen Funktion hatte die Kirche auch die Aufgabe, die Personenstandsregister zu führen. Die Kirche führte die Geburts-, Ehe- und Sterberegister. Seit 1991 wurde diese Aufgabe von 'Skattemyndigheten' (dem Finanzamt) übernommen. Neben denen, die der Staatskirche angehören, gibt es in Schweden ungefähr 100.000 Menschen, die römisch-katholisch sind. Davon ist nur ein geringer Teil schwedischer Abstammung. Es handelt sich dabei um Einwanderer aus u.a. Spanien, Portugal, Italien und Polen. Im Übrigen gibt es ausschließlich kleinere Glaubens- und Religionsgemeinschaften: Pfingstgemeinde (Filadelfia), Missionskyrka, Kongregationalisten, Orthodoxe, Baptisten und Methodisten.

Das Klima in Schweden steht, ebenso wie im Nachbarland Norwegen, unter dem Einfluss des warmen Golfstroms. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt wesentlich höher als in Regionen wie Nordrussland, Alaska und Grönland, die auf dem gleichen Breitengrand liegen. Der Süden hat ein ausgesprochenes Seeklima aufgrund des warmen Golfstroms, dort fällt deshalb auch etwas mehr Regen als im Rest des Landes. Wenn Schnee fällt, bleibt dieser meistens nicht lange liegen. Auch die Häfen bleiben eisfrei. Im Süden dauert der Sommer vier bis fünf Monate, in der Mitte drei bis vier Monate und im Norden ein bis drei Monate. An der Westküste zwischen Malmö und der norwegischen Grenze fällt der meiste Regen, ± 700 mm pro Jahr. Im Osten des Landes fällt nur 300-400 mm pro Jahr. Ebenso wie in Norwegen und Finnland kann man in Schweden zwei besondere Naturschauspiele beobachten: die Mitternachtssonne und das Nordlicht. Viele Reisende kommen um sich diese Phänomene anzusehen. Je weiter man sich im Sommer dem Nordpol nähert, um so höher und länger bleibt die Sonne am Himmel stehen.

Die schwedischen landwirtschaftlichen Betriebe sind vor allem Familienbetriebe und der Boden gehört denen, die ihn bestellen. Das Genossenschaftswesen, sowohl für den Absatz und den Einkauf, als auch für die Kreditgewährung, ist stark entwickelt. Drei Viertel der landwirtschaftlichen Produktion wird über genossenschaftliche Organisationen weiterverarbeitet oder abgesetzt. Ungefähr 7,5% des Landes kann wirtschaftlich genutzt werden. Dennoch können damit 80% des inländischen Bedarfs gedeckt werden. Im Süden werden viele verschiedene Pflanzen angebaut, wie beispielsweise mehrere Sorten Getreide, Zuckerrüben und Bohnen. In der Mitte des Landes wird vor allem Getreide und weiter im Norden werden Futterpflanzen angebaut. Viehhaltung findet im Süden statt, auf dem schmalen Küstenstreifen entlang des Bottnischen Meerbusens und entlang der Flusstäler. Die Viehhaltung richtet sich vor allem auf Rinder, sowohl zum Schlachten als auch für die Milchproduktion. Außerdem werden Schweine, Geflügel und Schafe gehalten. Das Wohlergehen der Tiere spielt in Schweden eine sehr wichtige Rolle. Bodenpreise liegen in attraktiven Gebieten zwischen 8.000 und 36.000 € pro Hektar, abhängig von der Lage, der Größe des Grundstücks und dem Niederschlag. In Schweden kommt es oft vor, dass Grundstücke gepachtet werden. Das Angebot von Grundstücken ist viel größer als die Nachfrage, so dass der Abschluss eines Vertrags nicht allzu schwierig ist. Schweden pachten und verpachten jeweils für die Dauer von einem Jahr, doch diese Frist wird automatisch verlängert. Schweden sind im Allgemeinen zuverlässige Vertragspartner. Normalerweise gibt der Boden eines Betriebs genug Futter her, aber es ist auch jederzeit möglich, Futter zu kaufen. Die meisten Landwirte kaufen Kraftfutter oder Nebenprodukte. Getreide ist niemals ein Problem, man kann es nass, getrocknet und gequetscht kaufen. Der Anbau von Mais ist regional unterschiedlich. In Skane und Halland wird Mais angebaut, aber nördlicher viel weniger, so dass das Angebot dort geringer ist und der Transport den Anbau auch weniger interessant macht. Biertreber ist gut erhältlich, aber Zuckerrübenschnitzel manchmal weniger. Im Gebiet Skane im Süden liegen die Erträge für Gras (drei Schnitte) zwischen 8 und 11 Tonnen Trockenstoff pro Hektar. Die Erträge von Mais liegen zwischen 8 und 11 Tonnen Trockenstoff pro Hektar. Diese Erträge liegen in den verschiedenen Gebieten nicht weit auseinander, aber die Sicherheit, ob der Mais gut ausreifen kann, ist nicht überall gleichermaßen gegeben. Vor allem entlang der Küste ist das Risiko von Nachtfrost geringer und hat der Mais im Allgemeinen einen höheren Stärkegehalt, so dass die Chancen auf ein gutes Produkt dort besser sind als weiter nördlich.